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Erotik-News: Frühreife JugendWie eine Schweizer Studie heraus fand, haben schon gut die Hälfte der elfjährigen und sogar fast 90 Prozent der 15-jährigen Buben bereits einen Porno gesehen – obwohl es verboten ist, Jugendlichen unter 16 Jahren Pornografie anzubieten. In ihrem Dokumentarfilm geht Barbara Müller von zwei beunruhigenden Tendenzen aus: Erstens werden die Kinder von den Eltern und Lehrern allein gelassen, da diese das Thema Porno tabuisieren, des Weiteren tauchen Angaben über zunehmende Gewalt unter Jugendlichen auf.
Das Problem ist eigentlich ein Altes: In pornografischen Filmen werden den Jugendlichen Darstellungen von Sexualität gezeigt, die sie dann für real halten, wie zum Beispiel, dass ein Mann immer kann und die Frau auch immer will, aber gar nicht erst gefragt wird. Neu ist, dass durch Handys und Internet immer mehr Material immer früher zugänglicher wird.Der Film verdeutlicht mit ausführlich dokumentierten Gesprächen mit mehreren Gruppen Jugendlicher (eine Mädchen- und eine Bubenrunde mit jeweils 16- bis 18-Jährigen sowie eine Runde mit etwa 13-jährigen Buben): Schon die jüngeren Schüler haben längst harte, gesetzlich verbotene Filme im Netz gesehen. Ein Schüler antwortet auf die Frage „Was fehlt?“ mit: "Praxis. Man will wissen, wie's geht, aber niemand sagt es dir. Der Sexualunterricht ist unbrauchbar." Seine Aussage wird von seinen Alterskollegen bestätigt, es fehle an einer Ansprechpersonen. Die interviewten Mädchen, die allerdings etwas älter sind, argumentieren gelassener: Mädchen wüssten, was sie ausprobieren wollen und was nicht, Pornos seinen für sie eher „grausig“. Jedoch ist es wirklich nötig, schärfere Gesetze einzuführen. „Pornos sollte man erst ab 26 erlauben. Da sind sie reifer und haben schon eigene Erfahrungen.“, so ein konkreter Vorschlag dazu. Schweizer Schülerinnen gehen im übrigen davon aus, nur Männer sehen sich in der Regel Pornos an.
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