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Erotik-News: Toleranz: null PunkteDer schwule Sänger Boris Moisejew will sein Land beim Eurovision Song Contest vertreten und der Welt zeigen, "wie cool Russland ist." Die Russen finden das eher uncool.
Selbstzweifel sind nicht hilfreich für jemanden, der den Eurovision Song Contest gewinnen will. Aber Boris Moisejew kann sich seiner Sache kaum sicher sein, nachdem russische Behörden in der Vergangenheit sogar schon einige seiner Konzerte abgesagt haben.
"Vielleicht wird ja mein Lied goutiert, ich selber jedoch nicht", sagte er der Zeitung Moskowskij Komsomolez. Moisejew, einer der beliebtesten Schlagersänger Russlands, will sein Land im Mai beim Grand Prix in Moskau vertreten, und sollte ihm dies gelingen, wären Russland wenigstens ein paar Toleranzpunkte sicher.
Der kräftige Mann mit dem wasserstoffblonden Kurzhaar hat sich als einer von wenigen russischen Künstlern zu seiner Homosexualität bekannt, während sich bisher das Verständnis des gastgebenden Moskauer Bürgermeisters Jurij Luschkow für Schwule in engen Grenzen hält. Luschkow hat in den vergangenen Jahren stets hartnäckig die geplante Gay-Parade in der russischen Hauptstadt verbieten lassen, weil sie keine andere Bezeichnung verdiene als "Satanshow".
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